Category: Aktuell im Kino


Intensives Psychodrama vom renomierten „Sundance-Film-Festival“.

Cast: Elisabeth Olsen, John Hawkes, Hugh Dancy, Sarah Paulson

Regie: Sean Durkin

USA 2011

Genre: Drama/Thriller

Laufzeit: 102 min

Filmstart: 12. April

Inhalt:

Die junge Martha (Elisabeth Olsen) lebte zwei Jahre lang bei Sektenführer Patrick (John Hawkes) und dessen „Familie“, bis sie den Entshluss fasst zu fliehen. Bei ihrer älteren Schwester, zu der sie mehrere Jahre kein Kontakt hattte, taucht sie unter, doch der Start wiedert ins normale Leben misslingt. Martha verliert mehr und mehr den Sinn für die Realität und kann ihre traumatischen Erlebnisse nicht verarbeiten.

Fazit:

Das Regiedebüt von Sean Durkin, der vorher bei kleineren, hierzulande eher unbekannten Kurzfilmen Regie führte und produzierte, erhielt zahlreiche Preise unter anderem beim, für großartiges Indipendent-Kino bekannte, Sundance-Film-Festival.

Das minimalistische Psychodrama hat vom ersten Moment an eine beklemmende Stimmung, die sich durch den Film über von Szene zu Szene steigert und den Zuschauer wie gelähmt an den Kinosessel fesselt. Spätestens beim Einführungsritual des Sektenführers Patrick (großartig John Hawkes, Oscarnominierung für Winter’s Bone und bekannt aus  der Anfangssequenz aus From Dusk Till Dawn) per „Kräuter-Valium-Limo“, sitzt der Schock und man fühlt sich genauso fasziniert, als sei man Zeuge eines Zugunglücks; eigentlich will man nichts davon wissen, aber man kann seinen Blick nicht abwenden.

Auch die Hauptdarstellerin Elisabeth Olsen spielt mit ihren 21 Jahren famos. Und John Hawkes besticht als abartiger Sektenführer seiner „Familie“.

Alles in allem erwartet den Zuschauer ein Indipendent-Kunststück vom feinsten was Sundance zu bieten hat. Ein intensives Kinoerlebnis mit hervorragenden Darstellern und einer inetensiv beklemmenden Atmosphäre.

Insider:

Elisabeth Olsen ist die jüngere Schwester der weltbekannten Olsen-Zwillinge.

Dave S.-

Unsere Bewertung: 8,5/10 Punkten

 

 

Titanic 3-D

Der Kinoklassiker aus den  90er Jahren kommt in verschwenderischem 3-D wieder auf die Leinwand.

 

Cast: Leonardo DiCaprio, Kate Winslet, Billy Zane, Kathy Bates, Frances Fisher, Suzy Amis

Regie: James Cameron

USA: 1997

Genre: Drama/History

Laufzeit: ca 194 min

Filmstart: 05. April

 

Inhalt:

Southhampton im April 1912. Auf der Jungfernfahrt der Titanic, die auch das Schiff der Träume genannt wurde, lernt die junge und aristokratische Rose (Kate Winslet) durch einen Zufall, den sehr viel ärmeren Jack (Leonardo DiCaprio) aus der dritten Klasse kennen. Es kommt wies kommen muss und das verträumte ungleiche Pärchen verliebt sich in einander. Die beiden haben nicht nur mit Verachtung und Unverständnis von Roses Mutter und Verlobten zu kämpfen, sondern auch mit dem Tragischen Schicksal, des Zusammenstoßes der Titanic mit einem Eisberg.

Fazit:

Zum 100. Jahrestag des Untergangs, des damals größten Passagier-Schiffs der Welt, der Titanic, kommt das Schmachtwerk noch einmal in die Kinos. Bei der Konvertierung von 2- in 3-D wurden keine Mühen gescheut, denn die Umwandlung gelang mit Bravour. Besonders die Großen Szenen des Films, wie das Auslaufen aus Southhampton oder das Auseinanderbrechen des Schiffrumpfs beanspruchen im Kino die gesammte Aufmerksamkeit des Zuschauers. Aber hier ist der springende Punkt. Außer den und eine Handvoll weiterer Szenen, ist der Film weiterhin nicht 3-D fähig; da kann die Umwandlung  noch so gelungen sein, der Film bietet zuwenige Möglichkeiten die Guten nachträglich bearbeiteten 3-D-Effekte wiederzugeben, da der Film in der Original-Kinofassung nie in 3-D geplant war. Alles andere ist weiterhin von den Unterhaltungs- und Schauwerten in Bestform gehalten. Aber durch den unverschämten 3-D Zuschlag, der im Grunde nur selten gerechtfertigt ist, bekommt James Camerons Meisterstück einen Punkt Abzug in der Bewertung. Soviel Geldmacherrei lassen wir nicht auf uns sitzen.

Besonders Bemerkenswert bei dem damals größten und teuersten Filmprojekt aller Zeiten ist die Untergangssequenz der Titanic, bei dem besonders zu Beginn nicht eine Welle auf offenener See zu erkennen ist. Der Film ging damals nicht nur mit seinem Einspielergebnis und den gewonnnenen Oscars in die Filmgeshichte ein, sondern auch mit einem der grö?ten Filmfehler aller Zeiten.

Indsider:

Der Film hatte 1998 alleine in Deutchland 18 Millionen Zuschauer und war 15 Wochen auf Platz eins der Kinocharts.

-Dave S.-

 

Unsere Bewertung: 8/10

 

Iron Sky

Sci-Fi + Nazis = Trash ! Iron Sky: seit 05. April marschieren die Mond-Nazis über die deutschen Kino Leinwände.

Cast: Udo Kier, Julia Dietze, Christopher Kirby, Götz Otto

Regie: Timo Vuorensola

Finnland/Deutschland/Australien 2012

Genre: Sci-Fi/Satire

Laufzeit: ca. 93 min

Filmstart: 05. April

 

Inhalt:

2018: 73 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs starten die Nazis erneut einen Angriff auf die westliche Welt. Ausgehend vom Mond, auf den sich ein Teil der Nazis nachdem Ende des Krieges flüchtete, startet eine Invasion um ein neues arisches Regime aufzubauen. Von da ab beginnt ein erbitterter Kampf gegen die braune Gefahr aus dem All…

Fazit:

Trash, Trash und nochmal Trash! Der Versuch des finnischen Regisseurs Timo Vuorensola, die Nazi-Vergangenhet Deutschlands auf komödiantische Weise darzustellen ging gewaltig in die braune Hose. Nach etwa der Hälfte des Films gibt der Film seinen Trash-Anspruch auf und versucht semi-politisch und völlig albern Krititk an der aktuellen Weltlage zu äußern, was man aber schlichtweg nicht ernst nehmen kann. Die stark voraussehbare und plumpe Story des Films, ist gespickt von Logik Fehlern und schlechten, meist rassistischen Witzen, die einem nach einer Zeit ziemlich auf die Nerven gehen. Auch die Effekte in Iron Sky können nicht überzeugen und sind technisch schon überholt.

Wenn Ihr also nicht absolut auf trashige Filme steht, spart euch lieber das Geld für den Kino Eintritt!

Insider:

Der Film wurde zum Teil in Frankfurt am Main in Hessen gedreht. Im Film werden diese Innenstadt Aufnahmen von Frankfurt dann als New Yorker Innenstadt verkauft. Wer sich Iron Sky noch anschaut und schon mal in Frankfurt war oder zumindest den Commerzbank Tower in Frankfurt kennt, sollte beim Angriff der Nazi-Ufos auf New York, mal darauf achten, das Commerzbank Gebäude ist nämlich gut im Hintergrund zu sehen 😉

 

Unsere Bewertung: 4/10 Punkten.

-Matt B.-

 

The Grey

Acht Männer, ein Rudel Wölfe und die erbarmungslose Wildnis Alaskas

Cast: Liam Neeson, Dermot Mulroney, Dallas Roberts, Frank Grillo

Regie: Joe Carnahan

USA 2011

Genre: Action/Adventure/Drama

Laufzeit: ca. 117 min

Filmstart: 12. April

Inhalt:

In der Eiswüste Alaskas sind die Arbeiter einer Ölraffinerie auf den Weg zurück in die Zivilisation. Doch ihr Flugzeug gerät in einen heftigen Schneesturm und stürzt ab. Gestrandet in der eisigen Tundra, bahnen sich die acht Überlebenden einen Weg durch die erbarmungslos kalte Wildnis und sind dabei nicht allein. Ein Rudel Wölfe, in dessen Jagdgebiet die Maschine abgestürzt ist,  heftet sich an ihre Fersen. Der depressive und Suizid gefährdete Scharfschütze Ottaway (Liam Neeson) übernimmt das Kommando der Gruppe. Schwer angeschlagen, ohne Nahrung und Wasser, beginnt ein erbarmungsloser Kampf von Mensch gegen Natur.

Fazit:

Joe Carnahan, der üblicherweise trashiges Popcorn-Kino wie „Smokin‘ Aces“ und „Das A-Team“ dreht, beweist, dass er auch ernsthafte Niveauvolle Filme machen kann.

Jeder der simple Action, wie in seinen anderen Machwerken, erwartet wird übberrascht sein. Denn „The Grey“ bietet einen faszinierenden Mix aus Überlebensdrama und Psychostudie, zudem noch ein Rudel Wölfe kommen, die wie grausame wilde Bestien auf den Zuschauer wirken.

Es erwatet einem ein gut zusammengestelltes Schauspieler-Ensemble, die allesamt ihre Charaktere, mit einer fast schon an den Kinobesucher überschwappenden Melancholie, glaubhaft spielen. Besonders zu erwähnen sind die eher unbekannten Darsteller Dermot Mulroney (hatte kleinere Nebenrollen in „J. Edgar“ und „Burn After Reading“), der mit seiner Rolle des „Talget“ eine fabelhafte Darstellung bietet und Frank Grillo, der mit seinem Part als Diaz, die nötige Portion (Galgen)-Humor beisteuert, ohne dabei den Film ins lächerliche zu ziehen. Aber vorneweg glänzt ein zum niederkniehender Liam Neeson („96 Hours“,“Batman Begins“) , der mit seinen beachtlichen 59 Jahren, immer noch jede Szene in fabelhafter Darstellung meistert.

Die grandiosen Bilder und die gut besetzten  Schauspieler lassen den Zuschauer den ein oder anderen Logik fehler schnell vergessen. Wo man  drüber hinwegsehen sollte ist, das biologisch inkorrekte Verhalten der Wölfe im Film.   Der extreme scheue Gattung Wolf würde sich nie so verhalten, wies die als Monster dargestellten Tiere tun.

Alles in allem bietet Joe Carnhans Werk einen hochdramatisch,-melancholischen und extrem spannenden Survival-Trip.

Insider:

Der Großteils des Films wurde in der Wildnis Westkanadas und nicht im Green-Screen-Studio gedreht. Die Temperaturen beim Dreh betrugen teilweise bis zu minus 40 Grad! Der Schneesturm im Film ist angeblich kein Computereffekt, sondern echt.

Dave S.

Bewertung: 7/10 Punkten

The music never stopped: Herzergreifendes Kino über die Kraft der Musik.

Cast: J.K. Simmons, Cara Seymour, Lou Taylor Pucci

Regie: Jim Kohlberg

Genre: Drama

Laufzeit: ca. 105 min

Filmstart: 29. März

Inhalt:

Nach dem Verbot seines Vaters Henry (J.K. Simmons) ein Konzert der Greatful Dead zu besuchen, packte Gabriel Sawyer (Lou Taylor Pucci) seine Sachen und floh von zu Hause. Erst 20 Jahre später, als bei Gebariel ein Hirntumor diagnostiziert wurde, treffen Henry und seine Frau Helen (Cara Seymour) wieder auf ihren Sohn. Der Tumor konnte dank einer Operation enfernt werden, seitdem jedoch leidet Gabriel unter Amnesie, da Teile seines Gehirns geschädigt wurden. Dadurch leidet die Kommunikation zwischen ihm und seinen Eltern und Vater Henry überlegt wie er seinem Sohn wieder näher kommen könnte und sucht nach einer wirksamen Therapie für Gabriel. So trifft Henry auf die Musiktherapeutin Dr. Dianna Daly (Julia Ormond), die seinem Sohn helfen will, mittels Musik wieder zu seinem Gedächtnis zu gelangen.

Fazit:

Dank des guten Drehbuchs hat The Music never stopped es geschafft ohne Kitsch, die Traurigkeit aber auch die Euphorie von Gabriels Situation zu vermitteln, auch wenn hier und da einige logische Stücke fehlen ist dies, dank der wunderbaren Darsteller jedoch nicht weiter schlimm. Die jedoch wichtigste Rolle im Film spielte die Musik, die den ganzen Film perfekt untermalt und so den Zuschauer direkt packt, um mit Gabriel mit zu fühlen. Der großartige Soundtrack mit Songs von Grateful Dead, Bob Dylan, Buffalo Springfield, The Rolling Stones, Steppenwolf, Donavan, The Beatles, uvm., ist nicht nur fantastisch mit zu hören, sondern fünktionieren gleichermaßen als Bindeglied zwischen den Generationen.

Jim Kohlberg hat mit seinem Regiedebut die perfekte Balance zwischen humorvoller Komödie und tieftraurigem Melodram geschaffen und liefert damit ein mehr als sehenswertes „Feel-Good-Movie“ ab.

Insider:

Der Film basiert auf einer wahren Geschichte und man nahm die Fallstudie „Der letzte Hippie“ des britischen Neurologen und Schriftstellers Dr. Oliver Sacks, auf dessen Aufzeichnungen auch der Film Awakenings mit Robert De Niro und Robin Williams beruht.

Dave S., Matt B.-

Unsere Bewertung: 8,5/10 Punkten.

Seit dem 29. März wütet  „Zorn der Titanen“ in den Deutschen Kinos.

Cast: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Toby Kebbell, Bill Nighy

Regie: Jonathan Liebesman

Genre: Action/Adventure/Fantasy

Laufzeit: ca. 99 min

Filmstart: 29. März

Inhalt:

Halbgott Perseus, der vor zehn Jahren über den Kraken triumphierte, ist drauf und dran ein friedliches Leben als Fischer zu führen und ganz seine Vaterrolle für seinen Sohn einzunehmen. Doch als Hades sich mit Kriegsgott Ares zusammen tut und Zeus in die Unterwelt entführt um ihn dem Göttervater Kronos zu opfern, muss Perseus dem Titan, in einem bitteren Kampf um das Schicksal der Welt, engegentreten.

Fazit:

Warner Bros. bringt, mit einer Budgeterhöhung von 125 Millionen auf 150 Millionen Dollar und einem Riegiewechsel durch  Jonathan Liebesman („World Invasion: Battle  Los Angeles“),  die Fortsetzung zu Kampf der Titanen auf die große Leinwand.

Wo im ersten Teil das nachbearbeitete 3-D einer Katastropfe glich, bemühte man sich in der Fortsetzung ein paar Dinge von Anfang an richtig zu machen. Man drehte schon zu beginn in der dritten Dimension und auch die ganz beachtlichen visuellen Effekte können sich sehen lassen.

Auch vom Unterhaltungswert steht Zorn der Titanen seinem Vorgänger einen Schritt vorraus. Mit mehr Action und einigen humorvollen Onelinern, die teilweise sogar zünden, ohne dass der Zuschauer vor gerade erlebter Dümmlichkeit die Augen verdreht, wird man ganz getreu dem Motto „Hirn aus und Spaß haben“ einen unterhaltsamen Kinoabend erleben.

Wer aber auf einen niveauvollen, historisch korrekten und kunstvollen Film hofft, wird bitter enttäuscht werden. Die Dialoge sind genauso dämlich wie in Teil eins und das bisschen an vorhandener Story passt auf einen Bierdeckel. Und über die alles andere als oscarreifen schauspielerischen Leistungen fängt man gar nicht erst an nachzudenken; man würde sich nur zornig ärgern.

Alles in allem bietet Zorn der Titanen unerhaltsames und kurzweiliges Action-Kino, das einen Tick besser ist als sein Vörgänger Kampf der Titanen.

Insider:

Der Streifen wurde in Wales und auf der Kanarischen-Insel Teneriffa gedreht. Für die Aufnahmen der Unterwelt und von Tartaros filmte man in einem Studio in London.

-Dave S.-

Unsere Bewertung: 6,5/10 Punkten

Seit dem 22. März laufen die „Hunger-Spiele“ auch in den deutschen Kinos, welche in den USA schon am Startwochenende sämtliche Kassenrekorde brachen.

 

Cast: Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Woody Harrelson, Stanley Tucci

Regie: Gary Ross

USA 2012

Genre: Action/Drama/Sci-Fi

Laufzeit: ca. 142 min

Filmstart: 22. März

 

Inhalt:

In einer nicht allzu fernen Zukunft im Norden der USA: Das Land Panem, welches aus dem wohlhabendem Kapitol und zwölf verährmten getthoähnlichen Distrikten besteht, veranstaltet jedes Jahr die selbsternannten „Hungerspiele“. In jedem Distrikt werden per Los zwei Kinder im Alter zwischen 12 und 18 Jahren ausgewählt. Diese müssen sich im Kampf um Leben und Tod beweisen, bis das letzte übrig gebliebene Kind, als Gewinner, des grausamen, im TV übertragenen Ereignisses, hervorgeht.

Als der Name der kleinen Primrose Everdeen (Willow Shields) gezogen wird, meldet sich deren 17-jährige Schwester, Katniss (Jennifer Lawrence) freiwillig, um ihr Leben zu retten und an ihrer Stelle an den tödlichen Spielen teilzunehmen.

Fazit:

Die Trilogie der Kult-Fantasy Bücher Die Tribute von Panem (auch unter dem englischen Titel The Hunger Games bekannt) verkaufte sich hierzulande über 500 000-mal. Noch vor Veröfentlichung des Kinofilms, feierte man diesen in den USA als neuen Harry-Potter. Der Hype schien berechtigt, denn „The Hunger Games“ spielte am Startwochenende die Rekordsumme von satten 155 Millionen Dollar ein. Das ist die Höchste Einspielquote für ein Non-Sequel-Movie (ein Film der nicht für eine Fortsetzung steht) und die Dritthöchste inklusive der Sequel-Movies (Filme die als Fortsetzung stehen), The Dark Knight (ca. 158 Millionen Dollar Einspielergebnis) und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (169 Millionen Dollar Einspielergebnis).

Der Film ist mit seiner stattlichen Länge von Zweieinhalb-Stunden gut anschaubar und auch gerechtfertigt, da der Regisseur motiviert war, das Buch 1:1 wiederzugeben. Es gibt ein paar kleinere Hänger, die den Film für Nichtkenner, der Panem-Trilogie, etwas in die länge ziehen könnten.

Ansonsten kann sich das Werk von Gary Ross („Pleasantville“, „Seabiscuit“) sehen lassen. Ganz souverän bringt er die Geschichte, frei von Kitsch und mit ner ordentlichen Portion Sozial-Kritk , auf die große Leinwand.

Besonders die hervorragenden Darstellern tun dem Film gut. Allen voran Jennifer Lawrence (Oscarnominierung für „Winter’s Bone“), die nicht nur eine grandiose schauspielerische Leistung vollführt, sondern zudem auch noch umwerfend gut aussieht (besonders in der „Tv-Show-Szene“, markant: „Rotes Kleid“), was in Hollywood schon beinahe eine Rarität geworden ist.

Auch die Nebenrollen sind mit Woody Harrelson („Natural Born Killers“, „The Messenger“) und Stanley Tucci („Der Teufel traägt Prada“, „In meinem Himmel“) wunderbar besetzt.

Aufgrund des Einspielergebnisses stehen den Verfilmungen, der anderen beiden Büchern der Trilogie, nichts mehr im Weg.

Ein Film mit „Kult-Potenzial“. Wir sind gespannt.

Insider:

Veganer Woody Harrelson, der eher einen gesunden und Vitalen Lebensstil hat und bis auf wenige Joints im Jahr, ganz auf Drogen, besonders auf Alkohol verzichtet, betrank sich ordentlich, um sich auf seine „Alki-Rolle“ besser einzustimmen. Um seinen Nährstoffhaushalt im Ausgleich zu halten, gabs für ihn nur Rohkost am Set der Dreharbeiten.

Dave S.

 

Bewertung 7,5/10 Punkten

 

Sex statt Splatter, der American Psycho 21. Jahrhunderts.

 

Cast: Michael Fassbender, Carey Mulligan, James Badge Dale, Nicole Beharie

Regie: Steve McQueen

UK 2011

Genre: Drama

Laufzeit: ca. 101 min

Filmstart: 01. März

Inhalt:

Der charmante New-Yorker Werbefachmann Brandon Sullivan (Michael Fassbender) ist erfolgreich, gut aussehend und hat keine Probleme bei Frauen zu landen. Doch insgeheim führt er ein Doppelleben, welches ganz und gar von seiner Sexsucht bestimmt wird. Er hat den ständigen Drang nach sexueller Befriedigung, die er jedoch trotz zahlreicher sexueller Eskapaden, nie wirklich  empfinden kann. Dieser Strudel aus Verlangen und Frustration wird unterbrochen, als Brandons psychisch labile Schwester Sissy (Carey Mulligan) plötzlich auftaucht und  nach familiärer Unterstützung sucht. Brandon jedoch, der keinerlei Näher oder Gefühle zulassen kann, ist mit dieser Situation völlig überfordert und würde sie am liebsten wieder vor die Tür setzten.

Fazit:

Regisseur Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Hollywoodstar; bekannt aus „The Getaway “ und „Gesprengte Ketten“), der uns  schon mit seinem Filmdebut „Hunger“, ein Knast-Drama über tiefe sellische Abgründe, überzeugen konnte, polarisiert in seinem neuen Film Shame erneut das Publikum. Sex, Verzweiflung und Selbstzerstörung sind Mittelpunkt, des sehr kontroversen Streifens. McQueen lässt mit vollem Körpereinsatz seinen Hauptdarsteller auf die Leinwand los.

Die verstörend gute Darbietung, von Michael Fassbender über den sexsüchtigen Antihelden Brandon, erschüttert zu tiefst und lässt alles andere als kalt. Der Shootingstar, der sich mit Quentin Tarantinos Inglourious Basterds oder der Comicverfilmung X-Men: First Class einen Namen machte, zeigt hier nicht nur seine beste Rolle, sondern auch eine der besten schauspielerischen Leistungen der letzten Jahre.

Eine sehr mutige und von vielen  heiß diskutierte Leistung, von McQueen und Fassbender, das leider immer noch anhaltende Tabuthema Sexsucht in einem derartigen Film zu verpacken.

Es ist schon skandalös, dass die Darstellung des Sexsüchtigen New Yorkers von Michael Fassbender, bei der diesjährigen Oscarverleihung einfach übergangen wurde. Stattdessen wurden die weniger oscarwürdigen Leistungen von Brad Pitt in Moneyball und George Clooney in The Descendants geehrt, die im Verhältnis zur Hauptrolle in Shame eigentlich keine Nominierung verdient hätten.

Insider:

Zahllose New Yorker beobachteten in Manhattan, den Dreh der Sexszene am Fenster des Designhotels „The Standard“, das bei Paaren, die es gerne vor Publikum treiben, ein riesen Hit ist.

Unsere Bewertung 9/10 Punkten

 

Gruselorgie mit prächtiger Ausstattung, übertriebenen Schockeffekten, grausig wenig Handlung und einem Star, der die Mimik, der zahlreichen Film-Leichen kaum übertrifft. Daniel Radcliffe in seiner ersten Hauptrolle nach den „Harry Potter“-Hits.

Cast: Daniel Radcliffe, Ciaran Hinds, Liz White, Janet McTeer

Regie: James Watkins

GB 2012

Genre: Drama/Horror/Thriller

Laufzeit: ca. 95 min

Filmstart: 29. März

Inhalt:

Ein Kaff im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts: Der Nachlass einer Villenbesitzerin soll vom Londoner Anwalt Kipps (Daniel Radcliffe) zur Auflösung bereit gemacht werden. In dem düsteren und vom rest der Welt abgeschnittenen Herrenhaus sieht Kipps eine schwarz gekleidete Frau. Die abergläubigen Dörfler reagieren panisch und argwöhnisch, denn jedes mal wenn das Gespenst gesichtet wurde, stirbt eins ihrer Kinder.

Fazit:

Der englische Regisseur James Watkins, der uns auch den Horrorstreifen Eden Lake beschehrte, kann hier nur mit einer überaus guten Aussstattung und einer dichten Atmosphäre glänzen.

Selbst Weltstar Daniel Radcliffe beweist, dass ein großer Name noch keinen großen Schauspieler macht. Es ist verblüffend, wie der im Film vermeintliche Famielienvater, wie ein pubertärer Junge, von höchstens 17 Jahren, auf den Zuschauer wirkt. Und egal welche traumatischen Erlebnisse er im Film hat, seine Mimik ist immer diesselbe, monton, leer und ausdruckslos. Sein „Harry-Potter-Image“ bekommt er jedenfalls durch diese schwache schauspielerische Leistung nicht weg. Man wartet als Zuschauer geradezu darauf, dass er jeden Augenblick seinen Zauberstab zieht und sich mit einem „Patronus-Zauber“ den weg frei kämpft. Aber auch hier wird man bitter enttäuscht das Kino verlassen.

Auch die vielversprechende Story, wurde mit übertriebenen und zum Teil unfreiwillig komischen Schockeffekten vollgepumpt und wie ausgeschlachtet auf der Leinwand zurückgelassen.

Hätte man Meisterwerkler Roman Polanski die Regie anvertraut und den Hauptdarsteller durch Ewan Mcgregor oder Michael Fassbender ersetzt, würde man ein Grusel-Film-Erlebnis, der ersten Klasse erwarten können.

Stattdessen spart euch den Eintritt und schaut euch wahlweise „The Ring“ oder „The Others“ an. Die haben eine ähnliche Thematik und sind ihr Geld wert.

Unsere Bewertung: 3,5/10 Punkten

 

Haywire

Kultfilmer Steven Soderbergh erschafft Power-Kino für Cineasten und setzt mit seiner Jane Bond den neuen Standard für cooles Action-Kino. Seit dem 8. März ist die sexy Kampfamazone in den deutschen Kinos zu sehen.


Cast: Gina Carano, Ewan McGregor, Channing Tatum, Michael Fassbender, Michael Douglas, Antonio Banderas

Regie: Steven Soderbergh

USA/Irland 2011

Genre: Action/Thrilller

Laufzeit: ca. 93 min

Inhalt:

Mallory Kane (Gina Carano) ist eine Söldnerin, die es  für Geld mit den gefärlichsten Typen aufnimmt und nur Jagd auf die wirklichen Bad Guys macht. Nach einer nicht ganz reibungslosen Geiselbefreiung in Barcelona, will sie eigentlich eine Auszeit einlegen, doch ihr Auftraggeber (Ewan McGregor) überredet sie zu eiener weiteren Mission in Dublin.

Doch diese entpuppt sich schnell als überaus zweifelhaftes Unterfangen-und Mallory wird schließlich als vermeintliche Mörderin um die halbe Welt gejagt.

Fazit:

Die Mixed-Martial-Arts-Meisterin Gina Carano ist hier in ihrer ersten Hauptrolle zu bewundern und besticht nicht nur durch Schlagkräftige Power, sondern auch mit Charisma. Selbst neben Hochkarätern wie Ewan McGregor, Michael Douglas oder Michael Fassbender kann sie ohne Schwierigkeiten bestehen. Ihr Stimme wurde eigens für den Film modifiziert, damit diese, der Rolle entsprechend, tiefer und rauer klingt.

Regisseur Steven Sodergergh („Ocean’s Elven“, „Conatgion“, „Traffic“, „Out of Sight“), der in fast allen Genres glänzt, gilt in den USA als Arthouse-Filmemacher, des modernen Hollywoodkinos. Gekonnt bringt er Kunst, Anspruch und Unterhaltung in ein ausgewogenes Gleichgewicht. Ein cooler, lakonischer und stilvoller Film mit atemberaubenden Kampfszenen. Im Vergleich zu anderen Werken, wie Die Bourne Verschwörung und Co. wird hier nicht mit hysterischen Schnittfolgen gearbeitet, sondern kunstvoll und realistisch in „Handarbeit“ geprügelt. Daher ist der Film auch komplett gegen die Sehgwohnheiten gefilmt und besonders für Cineasten ein kleines Action-Meisterwerk.

Der englische Begriff „going Haywire“ bedeutet „durchdrehen“, „außer Kontrolle geraten“.

Unsere Bewertung 8/10 Punkten

 

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