Tag Archive: Carla Gugino


Jemand tötet unsere Superhelden. Innovation und Kunst; ein Meilenstein der Filmgeschichte.

 

Cast: Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Carla Gugino, Mailin Akerman, Jackie Earle Haley, Patrick Willson, Mathew Goode

Regie: Zack Snyder

USA: 2009

Genre: Comic/Action/Sci-Fi/Thriller

Laufzeit: 162 min.

Inhalt:

Das Jahr 1985 in einem Paralleluniversum: Päsident Nixon ist in seiner fünften Amtsperiode, Vietnam wurde gewonnen und Superhelden schließen sich zu einem Bund zusammen, das sich Watchmen nennt.

In den USA kommt der Staatsbeschluss über das Verbieten von Superhelden. Bevor das Gesetz durch ist beschließt, Detektiv Rohrschach (Jackie Earle Haley)  den Mord am Comedian (Jeffery Dean Morgan), der durch einen unbekannten Attentäter ums Leben kam, aufklären. Mithilfe seiner mittlerweile untergetauchten Superhelden-Kollegen kommt er einer undenkbaren Verschwörung auf die Spur…

Fazit:

Der innovative Regisseur Zack Snyder (Dawn of the Dead, Sucker Punch) verfilmt mit unvergeslichen Bildern und philosophischen Ansätzen, einen der kontroversesten und genialsten Comics unserer Zeit.

Mit einer visuellen Brillianz wird der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Bildband Watchmen von Anarchist und Autor Alan Moore (V-For Vendetta, Die Liga der Außergewöhnlichen Gentlemen), eins zu eins vom Comic in Kinofilmformat adaptiert.

Allein die Detailversessenheit er Kameraführung und die düstere Atmosphäre verlangen dem Zuschauer durchgehend seine volle Aufmerksamkeit ab.

Diese Comicverfilmung liegt fern ab jeglicher „Spiderman-Kitschromantik“ und bietet eine geniale Geschichte, die nicht vom Zeigen extremer Gewalt, Sozialkritik und einer ordentlichen protion Anspruch zurückschreckt.

Der Streifen ist wie der Comic selbst, nicht als Mainstream, wie die Helden der Marvel-Comics gedacht; bietet trotzdessen eine handvoll grandioser Action-Szenen (z. B.  der Knast-Ausbruch). Hinzu kommt ein kongenialer Soundtrack der uns viele Sequenzen  als Ohrwurm-Musikclips  ins Gedächtnis brennt. Allein das unvergleichliche Bob Dylan-Cover „Desolation Row“ von My Chemical Romance, das auch als Titelsong fungiert,wird einem noch lange durch den Kopf gehen.

Eine Verfilmung die zum Nachdenken anregt und mit nichts vergleichbar ist, was es im „Comic-Universum“ bisher zusehen oder zulesen gab.

Für soviel Innovation und künstlerisches Schaffen gibts es die volle Punktzahl!

 

Insider:

Um die Szenen über das Entstehen um Dr. Manhattan athentischer zu zeigen, beschäftigte man sich ausgiebig mit Quantenphysik und holte sich Berater aus dem Gebiet ans Set.

 

Warum wir ihn lieben:

Weil:  „Rohrschachs Antiwtz über den Clown Paliacci nicht nur extrem cool ist,   sondern uns auch zum nachdenken bringt.“

„Die psychedelisch-hypnotischen Bilder uns in ihren Bann ziehen.“

„In Watchmen der vielleicht genialste und komplexeste Vorspann der Film-Geschichte gezeigt wird.“

Dave S.

 

Unsere Bewertung 10/10 Punkten

 

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Kommt nach Sin City, die Stadt der Freaks, der Creeps und  gebrochenen Herzen, in der die Sünde der einzige Weg zur Erlösung ist.

Cast: Mickey Rourke, Clive Owen, Benicio del Torro, Bruce Willis, Elijah Wood, Rosario Dawson, Jessica Alba, Brittany Murphy, Rutger Hauer, Josh Hartnett, Carla Gugino, uvm.

Regie: Robert Rodriguez

USA: 2005

Genre: Crime/Drama/Thriller/Comic

Laufzei t: ca. 147 min

 

Inhalt:

Der Film umfasst dreich Geschichten der „Sin City-Comic-Buche-Reihe“:

„The Yellow Bastard“: Der in die Jahre gekommene Cop Hartigan (Bruce Willis) beschützt die attraktive Nancy Callahan (Jessica Alba) vor dem Kinderschänder Junior (Nick Stahl).

„The Hart Goddbye“: Der entstellte Freak Marv (Mickey Rourke) versucht den Mord an seiner Geliebten, der Prostituierten Goldie (Jaime King), auf eigene Faust aufzuklären und kommt dem psychopathischen Kannibalen Kevin (Elijah Wood) auf die Spur.

„The Big Fat Kill“: Dwight (Clive Owen) gerät mit Shellies (Britanny Murphy) Exfreund Jackie Boy (Benicio del Torro) aneinander. Die Situation eskaliert im Rotlichtviertel von Sin City und es droht ein Krieg zwischen der korrupten Polizei , den Prostituierten und dem organisierten Verbrechen.

Fazit:

Frank Millers Comic-Buch-Reihe „Sin City“ erschien zwischen April 1991 und Juni 1992 bei Dark Horse Comics und umfasst 13 Bände.

Für den Film wurden hauptsächlich drei, der dreizehn Bände verwendet. Die Adaption ist geglückt. Man übertrug eins zu eins jedes Detail von den Comics auf den Kinofilm. Frank Millers Zeichnungen wurden quasi als Storyboard genutz.

Der, für dieses Thema, wunderbar gewählte Regisseur Robert Rodriguez der sein Können mit Trash-Kunstfilmen wie „From dusk till Dawn“, „Planet Terror“ oder „Machete“ bewies, gelang ein cinaestischer Meilenstein des Comicfilms. Mit berauschenden Schwarz-Schweiß-Bildern, die einzelne Farbelemente (z.B. Blut, Lippenstift, The Yellow Bastard, uvm.) enthalten, entfacht der Regiesseur ein Feuerwerk an künstlerischer Ästhetik und setzt mit seinem visuellen Glanzstück ganz neue Standards des Neo-Noir-Films (Herkunft von Film-Noire, kommt aus dem französischen und bedeutet  „Schwarzer-Film“).

Man reibt sich verwundert die Augen, welche Armada an bekannten Schauspielern dem Zuschauer geboten wird. Allen voran Mickey Rourke, der nach Jahre langer Pleite mal wieder mit einer Hauptrolle sein schauspielerisches Können beweisen darf. Bis in die noch so kleinste Nebenrolle wurde ein namenahfter Star gecastet. Die herrlich schrägen Auftritte von Benicio Del Torro als korrupter Bulle, dem kannibalischen Elijah Wood, einer strippenden Jessica Alba oder einem entstellten Mickey Rourke.

Die Sin City-Recut Fassung ist um ganze 22 min länger und wird anders als in der Kinoversion in chronologischer Reihenfolge erzählt. Sie enthält einige interessanter neuer Szenen, von denen ihr euch aus „Spoiler-Technischen-Gründen“, selbst ein Bild machen dürft.

Der mit Galgen-Humor gespikte Streifen überzeugt allein durch seine düster-melancholische Atmosphäre. Hinzu kommt ein hervorragender Cast und die einzigartige Ästhetik, die einem die volle Aufmerksamkeit abverlangt.

Insider:

Quentin Tarantino („Pulp Fiction“,“Kill Bill“), der beste Freund von Robert Rodriguez, drehte für die Gage von einem Dollar  die Auto-Szene in der Clive Owen und Benicio del Torro, mit Pistolen-Lauf im Kopf, auf dem Weg zu den Sümpfen Sin Citys sind. Rodriguez komponierte zuvor, ebenfalls für einen Dollar, die Musik zu Tarantinos Kultfilm Kill Bill.

Warum wir ihn lieben:

Weil: Hartigan (Bruce Willis) nimmt dem pedofilen Junior (Nick Stahl) „alle Waffen“ ab.

 

 –Dave S.

Unsere Bewertung 9,5/10 Punkten

 

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