Gruselorgie mit prächtiger Ausstattung, übertriebenen Schockeffekten, grausig wenig Handlung und einem Star, der die Mimik, der zahlreichen Film-Leichen kaum übertrifft. Daniel Radcliffe in seiner ersten Hauptrolle nach den „Harry Potter“-Hits.

Cast: Daniel Radcliffe, Ciaran Hinds, Liz White, Janet McTeer

Regie: James Watkins

GB 2012

Genre: Drama/Horror/Thriller

Laufzeit: ca. 95 min

Filmstart: 29. März

Inhalt:

Ein Kaff im viktorianischen England des 19. Jahrhunderts: Der Nachlass einer Villenbesitzerin soll vom Londoner Anwalt Kipps (Daniel Radcliffe) zur Auflösung bereit gemacht werden. In dem düsteren und vom rest der Welt abgeschnittenen Herrenhaus sieht Kipps eine schwarz gekleidete Frau. Die abergläubigen Dörfler reagieren panisch und argwöhnisch, denn jedes mal wenn das Gespenst gesichtet wurde, stirbt eins ihrer Kinder.

Fazit:

Der englische Regisseur James Watkins, der uns auch den Horrorstreifen Eden Lake beschehrte, kann hier nur mit einer überaus guten Aussstattung und einer dichten Atmosphäre glänzen.

Selbst Weltstar Daniel Radcliffe beweist, dass ein großer Name noch keinen großen Schauspieler macht. Es ist verblüffend, wie der im Film vermeintliche Famielienvater, wie ein pubertärer Junge, von höchstens 17 Jahren, auf den Zuschauer wirkt. Und egal welche traumatischen Erlebnisse er im Film hat, seine Mimik ist immer diesselbe, monton, leer und ausdruckslos. Sein „Harry-Potter-Image“ bekommt er jedenfalls durch diese schwache schauspielerische Leistung nicht weg. Man wartet als Zuschauer geradezu darauf, dass er jeden Augenblick seinen Zauberstab zieht und sich mit einem „Patronus-Zauber“ den weg frei kämpft. Aber auch hier wird man bitter enttäuscht das Kino verlassen.

Auch die vielversprechende Story, wurde mit übertriebenen und zum Teil unfreiwillig komischen Schockeffekten vollgepumpt und wie ausgeschlachtet auf der Leinwand zurückgelassen.

Hätte man Meisterwerkler Roman Polanski die Regie anvertraut und den Hauptdarsteller durch Ewan Mcgregor oder Michael Fassbender ersetzt, würde man ein Grusel-Film-Erlebnis, der ersten Klasse erwarten können.

Stattdessen spart euch den Eintritt und schaut euch wahlweise „The Ring“ oder „The Others“ an. Die haben eine ähnliche Thematik und sind ihr Geld wert.

Unsere Bewertung: 3,5/10 Punkten