Tag Archive: Michael Fassbender


Shame

Sex statt Splatter, der American Psycho 21. Jahrhunderts.

 

Cast: Michael Fassbender, Carey Mulligan, James Badge Dale, Nicole Beharie

Regie: Steve McQueen

UK 2011

Genre: Drama

Laufzeit: ca. 101 min

Filmstart: 01. März

Inhalt:

Der charmante New-Yorker Werbefachmann Brandon Sullivan (Michael Fassbender) ist erfolgreich, gut aussehend und hat keine Probleme bei Frauen zu landen. Doch insgeheim führt er ein Doppelleben, welches ganz und gar von seiner Sexsucht bestimmt wird. Er hat den ständigen Drang nach sexueller Befriedigung, die er jedoch trotz zahlreicher sexueller Eskapaden, nie wirklich  empfinden kann. Dieser Strudel aus Verlangen und Frustration wird unterbrochen, als Brandons psychisch labile Schwester Sissy (Carey Mulligan) plötzlich auftaucht und  nach familiärer Unterstützung sucht. Brandon jedoch, der keinerlei Näher oder Gefühle zulassen kann, ist mit dieser Situation völlig überfordert und würde sie am liebsten wieder vor die Tür setzten.

Fazit:

Regisseur Steve McQueen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Hollywoodstar; bekannt aus „The Getaway “ und „Gesprengte Ketten“), der uns  schon mit seinem Filmdebut „Hunger“, ein Knast-Drama über tiefe sellische Abgründe, überzeugen konnte, polarisiert in seinem neuen Film Shame erneut das Publikum. Sex, Verzweiflung und Selbstzerstörung sind Mittelpunkt, des sehr kontroversen Streifens. McQueen lässt mit vollem Körpereinsatz seinen Hauptdarsteller auf die Leinwand los.

Die verstörend gute Darbietung, von Michael Fassbender über den sexsüchtigen Antihelden Brandon, erschüttert zu tiefst und lässt alles andere als kalt. Der Shootingstar, der sich mit Quentin Tarantinos Inglourious Basterds oder der Comicverfilmung X-Men: First Class einen Namen machte, zeigt hier nicht nur seine beste Rolle, sondern auch eine der besten schauspielerischen Leistungen der letzten Jahre.

Eine sehr mutige und von vielen  heiß diskutierte Leistung, von McQueen und Fassbender, das leider immer noch anhaltende Tabuthema Sexsucht in einem derartigen Film zu verpacken.

Es ist schon skandalös, dass die Darstellung des Sexsüchtigen New Yorkers von Michael Fassbender, bei der diesjährigen Oscarverleihung einfach übergangen wurde. Stattdessen wurden die weniger oscarwürdigen Leistungen von Brad Pitt in Moneyball und George Clooney in The Descendants geehrt, die im Verhältnis zur Hauptrolle in Shame eigentlich keine Nominierung verdient hätten.

Insider:

Zahllose New Yorker beobachteten in Manhattan, den Dreh der Sexszene am Fenster des Designhotels „The Standard“, das bei Paaren, die es gerne vor Publikum treiben, ein riesen Hit ist.

Unsere Bewertung 9/10 Punkten

 

Haywire

Kultfilmer Steven Soderbergh erschafft Power-Kino für Cineasten und setzt mit seiner Jane Bond den neuen Standard für cooles Action-Kino. Seit dem 8. März ist die sexy Kampfamazone in den deutschen Kinos zu sehen.


Cast: Gina Carano, Ewan McGregor, Channing Tatum, Michael Fassbender, Michael Douglas, Antonio Banderas

Regie: Steven Soderbergh

USA/Irland 2011

Genre: Action/Thrilller

Laufzeit: ca. 93 min

Inhalt:

Mallory Kane (Gina Carano) ist eine Söldnerin, die es  für Geld mit den gefärlichsten Typen aufnimmt und nur Jagd auf die wirklichen Bad Guys macht. Nach einer nicht ganz reibungslosen Geiselbefreiung in Barcelona, will sie eigentlich eine Auszeit einlegen, doch ihr Auftraggeber (Ewan McGregor) überredet sie zu eiener weiteren Mission in Dublin.

Doch diese entpuppt sich schnell als überaus zweifelhaftes Unterfangen-und Mallory wird schließlich als vermeintliche Mörderin um die halbe Welt gejagt.

Fazit:

Die Mixed-Martial-Arts-Meisterin Gina Carano ist hier in ihrer ersten Hauptrolle zu bewundern und besticht nicht nur durch Schlagkräftige Power, sondern auch mit Charisma. Selbst neben Hochkarätern wie Ewan McGregor, Michael Douglas oder Michael Fassbender kann sie ohne Schwierigkeiten bestehen. Ihr Stimme wurde eigens für den Film modifiziert, damit diese, der Rolle entsprechend, tiefer und rauer klingt.

Regisseur Steven Sodergergh („Ocean’s Elven“, „Conatgion“, „Traffic“, „Out of Sight“), der in fast allen Genres glänzt, gilt in den USA als Arthouse-Filmemacher, des modernen Hollywoodkinos. Gekonnt bringt er Kunst, Anspruch und Unterhaltung in ein ausgewogenes Gleichgewicht. Ein cooler, lakonischer und stilvoller Film mit atemberaubenden Kampfszenen. Im Vergleich zu anderen Werken, wie Die Bourne Verschwörung und Co. wird hier nicht mit hysterischen Schnittfolgen gearbeitet, sondern kunstvoll und realistisch in „Handarbeit“ geprügelt. Daher ist der Film auch komplett gegen die Sehgwohnheiten gefilmt und besonders für Cineasten ein kleines Action-Meisterwerk.

Der englische Begriff „going Haywire“ bedeutet „durchdrehen“, „außer Kontrolle geraten“.

Unsere Bewertung 8/10 Punkten

 

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